Was ist Ihr Job in ihrem Unternehmen? Diese Fragen können alle von uns zu 100 % beantworten. Wie machen Sie ihren Job? Hier wird der Prozentsatz derjenigen, die diese Fragen beantworten, schon kleiner. Und die letzte Frage: Warum machen Sie das? Diese Frage mögen noch deutlich weniger beantworten.

Simon Sinek hat das in seinem Buch „Start with Why“ und diversen Videos sehr einfach auf den Punkt gebracht.

Unternehmen, die Leute (also Mitarbeiter und vor allem auch Kunden/Nichtkunden) inspirieren, starten nicht mit der Frage, was sie machen. Sie starten mit der Fragen, warum sie es machen. Das ist der wesentliche Treiber, um aus einer Vision Wirklichkeit werden zu lassen.  Dabei meint „Warum“ nicht als Antwort: Wir wollen Geld verdienen. Geld verdienen ist nur das Ergebnis daraus, was ein Unternehmen sich selber als Glaubenssatz, als Werte oder als Vision gibt. Und danach handelt …

Ein Beispiel, um es deutlicher zu machen.

Nehmen Sie einen einfachen Marketing-Satz:

„Wir machen wunderbare Computer (Was?). Sie sind wunderbar designt (Wie). Wollen Sie einen kaufen? (Warum?).“

Das ist wie die meisten Unternehmen agieren und kommunizieren. Vom Was zum Warum. Inspirierende Unternehmen starten genau anders herum:

„Alles was wir tun, ist dazu da, unseren Status Quo herauszufordern (Warum?). Daher fordern wir uns selber immer heraus und designen alles sehr nutzerzentriert (Wie?). Wir bauen daher wundervoll designte Computer (Was?)“.

Die Kernbotschaft: Leute kaufen nicht, was Unternehmen herstellen, sondern warum sie es herstellen/produzieren/anbieten. Es ist das Ziel und die Vision dahinter, die wir kaufen.

In Ihrem Buch „Exponential Organisations“ stellen Salim Ismail, Michael S. Malone und Yuri van Geest genau diesen Ansatz in den Mittelpunkt. Sie nennen es den Massive Transformation Purpose. Google möchte das Wissen der Welt für alle verfügbar machen, AirBnb Reisen wie bei Freunden vermitteln („Fahr nicht nur hin. Lebe dort!“).

Gerade in der Plattform-Ökonomie ist ein solcher Ansatz und das Beantworten der Frage des Warum überlebenswichtig! Denn warum soll ich meine freien Zimmer zur Verfügung stellen, warum soll ich eine App für das iPhone/iPad entwickeln, warum soll ich Kurznachrichten von 140 Zeichen versenden?

Plattformen funktionierten deutlich anders als klassische Unternehmen (sog. Pipe-Business). Denn bei vielen dieser Plattformen wird die Kernleistung nicht vom Unternehmen selber, sondern von der Community bereitgestellt. Das wird nicht funktionieren, wenn ich als Unternehmen nicht die Kernfrage des Warum beantworten kann.

Die Kenntnis unseren eigenen Warum ist unser ganz eigener Antreiber: Ganz genossenschaftlich gesprochen hat jeder etwas was ihn antreibt. Erst die Beantwortung davon führt zum Wie und Was. Wenn ich nur etwas mache, ohne das Warum dahinter zu kennen, werden meine Motivation immer nebulös blieben.

Wie sieht es bei Ihrem eigenen Warum aus? Wie ist das bei Ihrem Unternehmen? Gibt es ein gemeinsames, wertebasiertes Ziel, dass Mitarbeiter und damit das Unternehmen deutlich auf die Frage des Warum ausrichtet? Wir freuen uns auf Ihre Anmerkungen und Kommentare.

About the author

Carsten Rhinow(http://www.adgonline.de) - Mein Name ist Carsten Rhinow und ich bin bei der Akademie Deutscher Genossenschaften als Spezialist für Digitale Medien & Lerninnovationen tätig. Ich beschäftige mich intensiv mit der Frage, wie das Lernen/Lehren, die Personal- und die Organisationsentwicklung in Zukunft stattfinden wird. Neben den neuen technischen Möglichkeiten in diesen Bereichen interessiert mich vor allem die Frage, wie Organisationen so agil gestaltet werden können, dass diese sich mit allen Mitarbeitern flexibel an eine sehr dynamische und komplexe Umwelt anpassen zu können.

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