Was ist ein Genopreneur

 

Träumen Sie im Schlaf von Ihren Kunden? Und sind dies gute Träume? Oder bereiten Ihnen die Worte „Kundenorientierung“ und „Kundenerlebnis“, die Sie aktuell auf jeder Veranstaltung, in jedem Buch, auf jeder Internetseite und von jedem Berater oder Referenten, der Ihr Unternehmen besucht, nahegelegt bekommen, eher Alpträume und anschließend schlaflose Nächte?

Da uns Ihre Träume am Herzen liegen und gut ausgeschlafene Mitarbeiter Gold wert sind, um die Herausforderungen der Zukunft anzugehen, gibt es hier einige Tipps, die Ihnen dabei helfen sollen, den Kunden oder auch Nicht – Kunden besser zu verstehen:

Beginnen wir mit der Erkenntnis, dass Menschen keine Produkte kaufen, weil sie diese besitzen möchten, sondern weil sie mit dem Produkt ein Ziel erfüllen oder ein Bedürfnis befriedigen möchten. Sie wollen also zum Beispiel kein Loch, sondern eher einen Spiegel oder ein Bild aufhängen. Nach dem „Jobs to be Done“ Prinzip geht es also um das Problem, welches von einem bestimmten Kunden in einer bestimmten Situation gelöst werden soll.

Nur kann ich meinen Kunden nun einfach nach seinem Bedürfnis fragen und dann einfach entwickeln was er braucht? Würden wir so vorgehen, wir würden wahrscheinlich alle noch mit Pferden zur Arbeit reiten, satt mit Bus, Bahn, Fahrrad, Auto und demnächst vielleicht selbst fahrenden oder fliegenden Autos.

Statt Kunden oder nicht Kunden einfach zu fragen, müssen wir herausfinden, was sie erreichen möchten, was ihre Bedürfnisse sind, welche Lösung sie zur Befriedigung der Bedürfnisse heute nutzen und warum sie dies tun? Was sie von einer besseren Lösung erwarten würden?

Vor der Kundenorientierung und dem Kundenerlebnis steht also das Erforschen des vollständigen Prozesses der Bedürfnisbefriedigung, beginnend bei den Zielen, den Ergebnissen, die man erreichen möchte und den Prozessen, die der Kunde durchschreiten muss, um das gewünschte Ergebnis zu erreichen.

Wenn wir auf die Bedürfnisse schauen, dann gibt es ganz grob 3 Kategorien. Funktional, sie wollen ein Loch bohren; Emotional, sie möchten das Bild geliebter Menschen oder ein Kunstwerk aufhängen: Sozial; die Familie oder Freunde versammeln sich vor dem Bild oder Kunstwerk und erfahren darüber soziale Verbindung und Austausch.

Auf Basis dieses grundlegenden Verständnisses können Sie nun auf ein Tool oder die Methode des „Customer Journey Mappings“ zurückgreifen. Mit Hilfe dieser Methode können sie strukturieren, was der Kunde aktuell zu erreichen versucht und in die verschiedenen Zwischenschritte einteilen, die zur Zielerreichung führen.

Typische Schritte sind: Die Realisierung des Bedürfnisses, das aufmerksam werden auf potentielle Lösungen, Lösungen bewerten und auswählen, die Lösung kaufen und mit nach Hause nehmen bzw. es geliefert bekommen, Nutzung der Lösung, es in Stand halten, mögliche Reparaturen und oder die Neubeschaffung. Diese eher klassische Customer Journey müsste in unserer digitalen Welt natürlich an der einen oder anderen Stelle weiter oder auch anders gedacht werden. Aber hier soll die klassische Beschreibung genügen.

Nun birgt jeder Schritt in der Customer Journey das Potential das Kundenerlebnis zu verbessern bzw. das Potential zusätzlichen Wert für den Kunden zu erzeugen (leider natürlich auch umgekehrt das Risiko, dass Kundenerlebnis zu verschlechtern). Für Sie als Unternehmen geht es deshalb darum Barrieren zu entfernen, die den Kunden daran hindern Ihre Lösung zu finden und auszuwählen und solche, die Ihren Kunden daran hindern, ihre Lösung zu kaufen und zu nutzen. Innerhalb des Customer Journey Mappings geht es also darum zwischen den Barrieren zum Konsum und den Hürden zur Befriedigung zu unterscheiden. Womit wir am Ende dieses Beitrages angekommen wären.

Nehmen Sie also eine typische Customer Journey und prüfen Sie diese gegen das tatsächliche Kundenerlebnis einer spezifischen Persona mit einem spezifischen Ziel und dazu brauchen Sie den Kunden, den sie entweder beobachten oder auch interviewen können bzw. den sie im besten Fall sowohl beobachten also auch befragen können. Dazu mehr in einem der nächsten Beiträge.

About the author

Boris Janek -

Similar Posts

Leave a reply

required*