Menschliche Kreativität: Das Herz der Innovation

Wir leben in einer aufregenden, vielleicht sogar unglaublichen Zeit. Der Grad der Veränderungen ist derartig groß, dass wir getrost von Revolution sprechen können. Um die Auswirkungen dieser Veränderungen auf den Menschen und seine Seele zu erkennen, müssen wir nur in unseren sozialen Netzwerken oder den Massenmedien der analogen Welt – Zeitung, Radio und T – schauen: Überall Verunsicherung, hilflose Wut und meilenweit nichts in Sicht, das Orientierung geben könnte.

In einem sehr allgemeinen Verständnis bedeutet Innovation Veränderung. Sie ist im Gegensatz zu Evolution allerdings von Menschen hervorgebracht und erfordert einen kreativen Prozess. Sie ist also gestaltet. Sie bedarf aktiver Menschen, die ihre natürliche  Kreativität einsetzen, um  Neues oder Anderes hervorzubringen.

Gestalten ist besser als Ertragen

Die Gestaltung der Welt und des eigenen Lebens erscheint dabei eine sinnvollere und nützlichere Lebensmaxime zu sein, als das passive Ertragen von  Veränderungen. Sie ist allerdings für viele von uns viel schwieriger umzusetzen, weil wir uns in Systemen eingerichtet haben, die uns vermeintlich Sicherheit gewähren, uns aber in Wirklichkeit abhängiger und fragiler machen. Unsere Sucht nach Sicherheit ist mehr Problem als Lösung.

In der modernen, von digitalen Technologien geprägten Welt, erwächst Sicherheit ausschließlich aus der  Fähigkeit und dem Willen zu aktiver Gestaltung, zur Nutzung von Risiken und dem Umgang mit vielen kurzfristigen Optionen.

Sowohl Mensch als auch Organisation können keinem linearen Pfad mehr folgen, der sie an ein im Vorfeld definiertes Ziel führen wird. Das Lemminge Prinzip, durch welches so mancher Pfad mehr als ausgelatscht ist, hat als Erfolgsformel ausgedient. Eigene Ideen und eigene Wege sind gefragt.  Irrtümer müssen aktiv gesucht, Scheitern normalisiert werden.

Kreativität ist wie ein Muskel

Die Fähigkeit ein neues Spiel zu erfinden oder das vorhandene Spiel zu verändern, wird überlebenswichtig. Jedes Unternehmen, jeder Mensch muss die Fähigkeit zur Veränderung, zur Neuerfindung, zur Innovation erwerben und pflegen. Diese Fähigkeit ist die Schlüsselkompetenz  des 21. Jahrhunderts und wird im Leben von Organisation und Mensch immer wieder gefragt sein.

Die gute Nachricht ist: Jeder Mensch besitzt die Fähigkeit zur Kreativität. Sie wurde uns nur systematisch ausgetrieben. Nun müssen wir sie wieder entdecken und wieder erwecken, indem wir uns trauen und üben. Diese Herausforderung stellt sich jeder Organisation: Wie gelingt es uns in jedem Menschen das Selbstbewusstsein zu entwickeln, dass er die Welt, die ihn umgibt und damit auch sein Leben, kreativ verändern und gestalten kann.

Vielleicht ist das die Kernaufgabe der digitalen Transformation: Kreativität entfachen und Raum geben.

Das kreative Potential des Einzelnen ist das Herz der Innovation. Es ist so etwas wie ein Muskel, den es zu trainieren gilt. Also ab ins Kreativitätsstudio!

Was tun Sie, um eine Organisation für Kreativität zu gestalten?

 

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Boris Janek -

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