Mal ehrlich, wie viel Schlaf brauchen Sie im Durchschnitt pro Nacht? – Mehr oder weniger als 5 Stunden? – Und (falls mehr), fühlen Sie sich als „Low Performer“? Dazu fand ich neulich in der Wirtschaftswoche interessante Antworten…

Natürlich, wer Karriere macht, muss Einiges leisten. Doch der Mythos, dass ein guter Manager kaum Schlaf braucht ist nicht nur falsch, sondern auch gefährlich.  Laut einer Umfrage unter Managern von der Beratung Heidrick & Struggles schlafen 42% der Befragten nur 5-6 Stunden pro Nacht, viele klagen über ständige Müdigkeit. Hinzu kommt:

  • 34 % der Deutschen träumen in der Nacht von Ihrer Arbeit
  • 38% der Deutschen hätten gern mehr Zeit zum Schlafen
  • 2,3 Mio. Deutsche schlucken regelmäßig Tabletten

Leider gibt es trotzdem immer noch viele Manager, die sich mit wenig Schlaf brüsten, anstatt dies als Fehler anzuerkennen. So soll der ehemalige Bertelsmann-Chef Thomas Middelhoff mit 3 Stunden pro Nacht auskommen und Bahn-Chef Rüdiger Grube, Investor Lars Windhorst oder Yahoo-Chefin Marissa Mayer benötigen angeblich nur 4 Stunden.

Im Ergebnis kann jedoch kaum von einer gesteigerten „Performance“ gesprochen werden, denn:

  • Schlafmangel erhöht die Fehlerquoten
  • Schlafmangel sorgt für schlechte Entscheidungen
  • Schlafmangel macht langsamer und unproduktiver
  • Schlafmangel macht krank

Und auch ein „auf Reserve schlafen“ funktioniert leider nicht. Zum Glück gibt es aber einen langsamen Mentalitätswechsel, der Trend zu einem gesunden Leben ist ungebrochen und dazu gehört eben auch genügend Schlaf. So bieten manche Unternehmen bereits Entspannungsübungen und Schlafseminare an. Übrigens, wie viel Schlaf man braucht, ist individuell, als Faustformel lassen sich aber ca. 7-8 Stunden pro Nacht festlegen.

Weitere Antworten und Hintergründe erfahren Sie in folgendem Interview mit dem Schlafmediziner Dr. Dieter Kunz…

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Benjamin Kursatzky -

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2 comments

Jan-Christian Koss Reply

Wie immer sehr informativ der Blog, Herr Kursatzky. Weiter so!

Hallo Herr Koss, vielen Dank für den netten Kommentar, es freut mich, dass Ihnen die Beiträge gefallen. Herzliche Grüsse, Benjamin Kursatzky.

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