Im Grunde geht es bei Big Data um zwei Dinge. Erstens: Wir produzieren über Onlineshopping, Google, Twitter, Facebook, EC-Karten, Smartphones etc. unvorstellbar große Mengen an Daten. Zweitens: Diese Datenberge lassen sich intelligent auswerten und nutzen. – Und was sich eigentlich so banal anhört, hat gigantische Potenziale…

…Folgendes Video bietet eine spannende Einführung in eine neue Welt…

http://www.youtube.com/watch?v=otWN5o1C2Bc

Die im Video erwähnte Broschüre finden Sie übrigens hier.

 

Und was heißt das nun konkret für die Unternehmens- und Bankenwelt?

Laut einer Untersuchung vom McKinsey Global Institute, zahlt sich die Anwendung von Big Data offenbar in barem Geld aus. So wiesen bspw. Onlinehändler mit Nutzung von Big Data-Analysen zwischen 1999 und 2009 24% Umsatzwachstum auf, diejenigen ohne Big Data kamen nur auf 1%. Sicher, inwieweit diese Zahlen verallgemeinert werden können, bleibt offen, die entsprechenden Potenziale lassen sich jedoch kaum übersehen. Diese Meinung teilt auch die Mehrheit der Marketing-Manager, von denen nach der Interone-Studie „Big Context“ 65% von wachsender Bedeutung von Daten in der Werbung ausgehen und ganze 83% aussagen, mit mehr Daten bessere Entscheidungen treffen zu können.

Was sehr lukrativ klingt, findet in der Umsetzung aber meist seine Ernüchterung. –So hakt es bislang bspw. bei der notwendigen Kultur im Unternehmen oder auch beim Vorhandensein passender Tools zur Auswertung. Zudem ist das Thema für viele Manager etwas abstrakt, denn wofür konkret kann bspw. eine Bank Big Data nutzen?

Dieser Frage gehen auch die IBM-Experten Rainer Gimnich und Harald Gröger in einem Artikel in der BI (BankInformation) nach und finden die Antworten etwa bei folgenden „Best Practices“:

  • Nutzung unstrukturierter Daten für Kundenangebote und Kundenbindung
    • Kundenfluktuation von 6 auf 3% reduziert
    • Anzahl der Produkte pro Kunde von durchschnittlich 1,4 auf 2,2 erhöht
  • Analyse des Kundenverhaltens für Personalisierung und Angebotsoptimierung
    • Angebotsakzeptanz bei unvollständigen Produktanfragen um 50% erhöht
    • Performance der Interaktionsanalyse (Clickstream-Analyse, analytische Auswertung und Berichte) um 98% beschleunigt
  • Marketing
    • Erstellung von Berichten über alle Kundenbeziehungen um 95% reduziert
    • Angebotsakzeptanz beim Kreditkartenmarketing von 3% auf über 10% erhöht
  • Kreditprozessoptimierung
    • Zeitaufwand zur Verarbeitung von Textinhalten (Antragsunterlagen) von mehreren Tagen auf 30 Minuten verringert
    • Berichtskapazität um Faktor 4,75 erhöht, daher verbesserter Service und stärkere Wettbewerbsposition
  • Betrugserkennung und -verhinderung im Wertpapierhandel
    • Erkennungs- und Verhinderungsrate bei verdächtigen Transaktionen um 40% erhöht
    • Erhöhte Kundenzufriedenheit, Beschwerden betroffener Kunden um 72% verringert
  • Operationale Effizienz
    • Zeitaufwand für die Berichtserstellung um mehr als 50% reduziert

Trotz gewisser Hürden und Unsicherheiten ist das Thema Big Data in der Unternehmenswelt und auch bei Banken angekommen. Spannend wird die weitere Entwicklung sein, die nach meiner Einschätzung klar nach oben zeigt. -Was würden Sie sagen?

 

Dieser Beitrag ist zudem erschienen bei

THE GREEN TIE by Banking Innovation Group.

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Benjamin Kursatzky -

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