…„Was bringt uns die Zukunft? Wo verändern sich Menschen, Dinge und Gewohnheiten? Wo liegen neue Chancen und Potenziale für unser eigenes Zukunftsbusiness? Diese Fragen waren Ausgangspunkt des 3. Open Innovation Sommer Zirkels, einer inspirierenden 2-Tagesveranstaltung, von der ich Ihnen heute meine Eindrücke vorstelle…

… zum Themenbereich Zukunftsmanagement, Trends und Szenarien…

In diesem Themenbereich fand ich den Impulsvortrag von Dr. Pero Mićić zur zentralen Frage „Warum sind wir so zukunftsdumm?“ besonders inspirierend. Kurz gefasst ging es hier um Folgendes:

  • Schuld an unserer „Zukunftsdummheit“ ist die Vergangenheit. Denn in unserer grauen Vorzeit ging es um alles Mögliche (Jagen, Essen, Schlafen, sich vermehren), nur die Zukunft hatte keine Bedeutung.
  • Die Evolution hat daran kaum etwas geändert. So fällt es fällt uns bis heute schwer, an unsere Zukunft zu denken und noch schwerer, uns selbst in unserer Zukunft vorzustellen.
  • So haben wir in unserer Evolution stattdessen die Befriedigung unserer „Hier-und-Jetzt-Bedürfnisse“ perfektioniert – „Wir sind süchtig nach Wohlgefühl im Hier und Jetzt!“
  • Vernunft und die Themen der Zukunft lösen hingegen kaum Glücksgefühle aus.
  • Deshalb hassen wir Veränderung, hassen sogar Innovation, handeln egoistisch und halten an veralteten Annahmen fest!
  • Und nun, was ist die Lösung?
  • Stärken Sie Ihr „Zukunfts-Ich“, Freude am Zukunftsmanagement führt raus aus dieser Kurzfrist-Falle:
Quelle: www.micic.com

Quelle: www.micic.com

Die Folien zum Vortrag finden Sie hier.

Zudem freute es mich sehr, einen der Erfinder der Szenariotechnik, Professor Horst Geschka, und seine Schwiegertochter Martina Schwarz-Geschka persönlich kennenzulernen. Gerade mit Blick auf unsichere und dynamische Zeiten bietet die Szenariotechnik ein Stück Sicherheit und Planbarkeit (eine Kurzbeschreibung zur Methode finden Sie hier).

Foto2

Nachdenklich machte mich hierbei der Gedanke, dass in den Planungen oft aus Zeitgründen und Pragmatismus auf diesen Luxus verzichtet wird… -Was denken Sie?

… zum Themenbereich Geschäftsmodellinnovationen und Open Innovation…

 „New Business – Geschäftsmodelle von morgen“ bringt ein zentrales Zukunftsthema auf den Punkt und wird oft als Königsdisziplin im Innovationsmanagement gesehen. In der Veranstaltung gingen wir pragmatisch vor und testeten die aktuell sehr populäre Methode „Business Model Canvas“ von Alexander Osterwalder. Hierbei geht es darum, dass sich jedes Geschäftsmodell mit Hilfe von 9 Feldern (Schlüsselpartner, Schlüsselaktivitäten, Schlüsselressourcen, Wertangebote, Kundenbeziehungen, Kanäle, Kundensegmente, Kostenstruktur, Einnahmequellen) darstellen lässt. Auf diese Weise lässt sich Bestehendes abbilden, aber auch Neues gestalten… -Ganz einfach ist das in der Praxis aus meiner Sicht aber nicht. Denn schließlich liegt es wohl doch bei den Teilnehmern, welche neuen Ideen ihnen eben einfallen. Den Business Model Canvas und andere Ansätze zur Geschäftsmodellinnovation werde ich demnächst in weiteren Blogbeiträgen (mit den Titeln „Wie innoviert man sein Geschäftsmodell“ und „Geschäftsmodellinnovation einfach erklärt“) näher erläutern.

Beim Thema Open Innovation lernte ich, wie es erstmals zu Gummibärchen mit Heidelbergeschmack kam. -Ganz einfach, über eine Plattform, die die Firma innosabi bereitgestellt hatte und auf der Kunden von Haribo Ihre Ideen und Wünsche platziert hatten. Zu diesem Thema hatte ich auch neulich einen Beitrag mit dem Titel „Die Macht von Open Innovation“ geschrieben.

… zum Themenbereich New Work – Neue Arbeitswelten…

Die Zukunft der Arbeitswelt bietet viele Herausforderungen. In der Veranstaltung ist mir dabei wieder einmal klar geworden, wie wichtig das Thema Unternehmenskultur ist, um wirklich effektiv arbeiten und die Stärken des Einzelnen voll nutzen zu können. –Eigentlich allseits bekannt und doch noch so selten. Die Veranstaltung zeigte sich dabei v.a. in den folgenden Punkten vorbildlich:

  • Familiäre Atmosphäre
  • Vertrauen
  • Positive Grundstimmung
  • „Alle ziehen an einem Strang-Gefühl“
  • Offenheit und Interesse an Anderen und an Neuem
  • „Verrücktheit“ und Bereitschaft, Neues auszuprobieren

Dabei haben manchmal auch vermeintlich kleine oder unbedeutende Dinge eine große Wirkung, wie bspw. das gemeinsame Malen des Bildes „Create Your Future“, welches auch Titelbild des Blogbeitrags ist:

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Denn dabei entstanden ganz nebenbei Kreativität, Teamgeist, Motivation, Innovationskultur etc. -Sicher ein etwas neuer/ungewohnter Weg, aber erfolgreich…

 

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Benjamin Kursatzky -

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