„Innovations for banks“ – Heute stelle ich Ihnen meine Impressionen vom Kongress „INNOVATIONSforBANKS“ (so schreibt er sich eigentlich) vor, Impressionen zur Zukunfts- und Innovationswelt der Banken…

Die zweitägige Veranstaltung wird jährlich vom Bankingclub organisiert und bot in diesem Jahr einen breiten Mix an Themen, die teilweise latenten Werbecharakter hatten, in Summe aber klar als Indikator der wichtigsten Trends und Themen taugen. Daher habe ich diese für Sie zusammengefasst und 7 Tops identifiziert:

  • Platz 1: Die digitale Welt
  • Platz 2: Disruptive Trends im Retailgeschäft – Wie neuartige Anbieter die Erlösquellen der klassischen Filialbanken übernehmen (laut Bankingclub gibt es in der DACH-Region mittlerweile rund 100 Fintech-Unternehmen!!)
  • Platz 3: Komplexität & effektive Prozesse und Strukturen
  • Platz 4: Einfach und gehirngerecht – Wie die Dinge für Menschen gestaltet werden sollten
  • Platz 5: Wege zum Überleben (wie positionieren sich die Vorreiter der klassischen Welt neu)
  • Platz 6: Die Filiale der Zukunft
  • Platz 7: Neue Wege der Kundenansprache

Hierbei handelt es sich auch aus meiner Sicht um besonders neuralgische Themen, die in vielen Banken noch immer viel zu wenig angegangen werden. Und das ist aus zwei Gründen alarmierend, denn einerseits birgt ein Angehen enorme Potenziale, andererseits birgt ein Nichtangehen die große Gefahr, irgendwann in der Bedeutungslosigkeit zu verschwinden. –In anderen Branchen gibt es dafür längst einschlägige Beispiele, von Schlecker über Praktiker, Grundig, Frankfurter Rundschau oder Neckermann bis hin zu Manroland, Weltbild, Kodak etc.

 

Und was bedeutet das konkret? -Mein persönliches Fazit ist folgendes:

 

  1. Die Mehrheit der klassischen Filialbanken hat hinsichtlich der Herausforderungen der Zukunft noch (zum Teil erheblichen) Handlungsbedarf.
  2. Das Zitat vom ehemaligen Fed-Chef Paul Volcker „Die letzte echte Innovation der Banken war der Geldautomat“ gilt nicht (mehr). –Die Branche ist durchaus innovativ, nur leider zu selten die klassischen Filialbanken.
  3. Hinter jedem der 7 TOPs verbergen sich vielseitige interessante und wichtige Impulse, folgende Beispiele sind mir aus dem Kongress besonders in Erinnerung geblieben:
    • Die Privatbanken rüsten sich, ein Beispiel ist das neue Filialkonzept der Commerzbank (z. B. am Standort Berlin).
    • Folgende Frage kann und sollte (angemessen) beantwortet werden: Wie lassen sich Kunden wirklich gezielt ansprechen und welches Werbemittel wirkt wie?
    • Und wieder gibt es neue Angebote im Finanzdienstleistungsmarkt, bspw. Weltsparen (Alternative zur Einlage bei der Hausbank), Moneyfaktur (Onlinebanking mit Mehrwertservices), COMONEA (alle Fest- und Tagesgelder auf einem Konto).
    • Main incubator: Die Commerzbank widmet sich den Potenzialen der Zukunft in besonders konsequenter Weise, denn neben ihrem neuen Filialkonzept u. ä. hat sie 2013 den Main incubator gegründet und dieser verfolgt ein Ziel: Fintech-Startups bei der Umsetzung ihrer Geschäftsideen zu fördern und deren Umsetzung im Markt zu ermöglichen.

 

Aus meiner Sicht gibt es viel zu tun. Ich freue mich auf eine spannende Zeit, neue Ideen und darauf, hier im Blog regelmäßig darüber zu berichten.

Was ist Ihre Meinung? Welche Trends sind zu ergänzen? Welche sind zu entfernen? Wie sollte mit den Themen umgegangen werden?

 

 

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Benjamin Kursatzky -

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2 comments

Hallo Benjamin,
ein sehr treffender Beitrag. In der Auflistung fehlt mir jedoch der Blick auf das Thema Payment. M.E. spielt sich hier ein wesentlicher Teil der Disruption ab. Man denke nur an PayPal, Yapital oder Transferwise.

Es wird spannend sein zu sehen wie die Banken hierrauf reagieren. Lobbyismus? Weiter so? Innovation? Kooperation?

VG
Jan

Hallo Jan,

vielen Dank für Deinen Kommentar. -Das Thema gehört klar dazu, weitere Blogbeiträge zum Thema Payment werden folgen 🙂

Viele Grüsse

Benjamin

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