Versicherungen und Banken sind sich ziemlich ähnlich. Das ist bekannt und gilt auch hinsichtlich bestehender Herausforderungen in Bereichen wie geändertem Kundenverhalten, Niedrigzinsphase, neue Technologien oder Innovationsdruck…

Daher ist ein Blick über den Tellerrand in Richtung Versicherungen für Banken recht interessant.  Der 2b AHEAD-ThinkTank hat mit Standard Life und der Unify GmbH & Co. KG nun eine Studie veröffentlicht, die tiefe Einblicke gewährt…

Sie untersucht zugleich die Auswirkungen des technologischen Wandels auf die Lebenswelten der Kunden sowie die Strategien der Angreifer im Versicherungsmarkt und die Neuordnung der Kundensegmente und Geschäftsmodelle.

Die Experten diagnostizieren einen grundlegenden Wertewandel der Kunden in der Versicherungsbranche. Der zentrale Wert des Kundenvertrauens verschiebt sich durch den technologischen Wandel. Waren es vor einigen Jahren noch Marken, Makler und Vertreter, die das größte Kundenvertrauen genossen, so Vertrauen die Kunden künftig in großen Segmenten auf digitale Assistenzsysteme.

Dies führt zu einer durchgreifenden Veränderung der Versicherungsmärkte. Die ehemalige Marktpyramide mit den klar definierten Economy-, Standard- und Premiumsegmenten transformiert sich mittelfristig in nur noch zwei große Marktbereiche: Den Economy- und den Premium-Bereich. Diese starke Segmentierung in zwei Grundlogiken der künftigen Versicherungsmärkte führt zugleich zu zwei grundlegenden Strategien für alle Arten der Zukunftssicherung in der Versicherungswirtschaft.

Versicherer und Makler, die ihre Position im Economy- Bereich stärken wollen, müssen ihre Prozesse und Produkte mit der Logik des digitalen Handels verbinden. Es reicht hier nicht aus, die bisherigen Produkte nun auch Online verkaufen zu wollen. Vielmehr geht es um eine wirklich intelligente Verschmelzung von digitaler Logik und physischer Präsenz. Versicherer und Makler, die ihre künftige Position im Premium-Bereich suchen, müssen sich als Identitätsmanager ihre Kunden präsentieren.

Dies betrifft sowohl die Marken, Produkte, Themenwirte aber auch Makler. Es geht um Identität und die Chance für die Kunden, die eigene Identität auszudrücken, indem man von einer bestimmen Versicherung oder einem bestimmten Makler ein bestimmtes Produkt kauft.

Gegliedert in 6 Trendfelder beschreibt die Studie auf 60 Seiten die kommenden Veränderungen im Versicherungsmarkt jeweils aus der Sicht der Makler und Versicherungsunternehmen. Sie analysiert, in welchen Felder Makler an strategischer Macht verlieren und wo es Zukunftspotenziale für sie gibt. Sie untersucht zudem, wie sich Versicherer künftig voneinander differenzieren und welche strategisch wichtigen Kompetenzfelder sie dafür besetzen müssen. Zum Abschluss zeigt die Studie in insgesamt 27 Strategieoptionen auf, dass die etablierten Akteure der Branche keinesfalls ausweglos den Angriffen der Internetakteure ausgeliefert sind, sondern konkrete und begehbare Wege zur Veränderung ihres Geschäftsmodells vor sich haben.

(Quelle: 2bahead)

Die vollständige Studie können Sie hier herunterladen.

Ich denke, dass die Inhalte in vielerlei Hinsicht auch für den Bankensektor gelten und die Studie damit einen weiteren Impuls geben sollte, sich nachhaltiger und ernsthafter als bislang mit den „neuen Herausforderungen“ auseinanderzusetzen…

 

 

 

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Benjamin Kursatzky -

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